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F1-Hybriden

Wenn Sie heute in einem Gartencenter, Baumarkt oder auch im Versandhandel die Regale betrachten, sehen Sie zu 90 % den Aufdruck F1. Der Begriff F 1 stammt aus der Vererbungslehre. Gemein sind – im allgemeinen Sinn – Nachkommen die von einem Elternpaar abstammen (F1 = 1. Filialgeneration = 1. Tochtergeneration Jeder kennt das Beispiel, wenn man eine rot blühende Pflanze mit einer weiß blühenden Pflanze derselben Sorte kreuzt, erhält man – bei entsprechendem Erbgang – ausschließlich rosa blühende Pflanzen. Das kann man natürlich auch mit anderen Merkmalen machen (z. B. Schnittfestigkeit bei Tomaten). Dazu braucht man zwei Eltern die beide verschiedene gewünschte Eigenschaften sehr gut vererben. Dazu ist aber eine langwierige und aufwändige Selektionszüchtung notwendig um reinerbige Vater- bzw- Mutterlinien zu erhalten. Das dauert bei einer Sorte ungefähr 10 Jahre. Die durch die Kreuzung der beiden verschiedenartigen Elternteile nun entstehenden Bastarde, die sog. F1-Hybriden zeigen dann einheitlich die gewünschten Merkmale,
weshalb sie in der Landwirtschaft häufig vertreten sind. So sind z. B. mehr als 80 % der Tomaten, Brokkoli und Rosenkohl Hybridsorten. In den USA werden mehr als 90 % Maishybride gepflanzt und in China mehr als die Hälfte Reis. Der Nachteil ist, dass man dem Samen dieser Pflanzen kaum verwenden kann, denn die neu entstehenden F2-Hybriden sind zum großen Teil steril und die Pflanzen sind sehr verschieden – viele der weg gezüchteten Eigenschaften kommen wieder durch, die Erträge brechen erheblich ein. Die Industrie hat natürlich großes Interesse daran, dass man jedes Jahr neues Saatgut kaufen muss. Darum versuchen sie auch ständig Patente für diese Züchtungen zu bekommen, denn wenn sie das patent haben gehört die Pflanze ihnen und sie können damit machen was sie wollen und den anderen verbieten eigenes Saatgut zu verkaufen. F1-Hybriden sind übrigens auch keine Garantie für reiche Erträge, jeder kennt Gurken, Bohnen und Zucchini die nur blühen und nicht fruchten.

von Annegret Hottner Dat: 05.04.2011

 

Wilde Flächen kultivieren

Altes Unkraut mähen und dann liegen lassen. Eine Schicht alter Zeitungen drauflegen u. ca. 25 cm hoch Flächenkompost, strohigen Pferdemist, Stroh etc. drüberstreuen.

von Lils Brunner Dat: 01.02.2009