Schnecken bekämpfen
Manchmal muss man Schnecken bekämpfen. Ich mache es so:
Sofort: 1-2 Stunden nach Einbruch der Dunkelheit sind die meisten rausgekrochen und fressen: Vor allem Sämlinge, am liebsten Salat aber auch alles andere was grün, zart und fressbar ist bis hin zu verwelkenden Blättern. Mit der Taschenlampe kontrolliere ich alle mir wichtigen Pflanzen. Die Schnecken „pflücke“ ich mit einem langen Löffel und werfe sie in eine Konservendose o.ä. mit Salzwasser (2-4 % Salz genügen). Oder ich nehme den Salzstreuer vom Abendessen und salze sie etwas ein. Nebeneffekt ist, dass ich bald alle Pflanzen genau kenne und ihre Fraßschäden obendrein. So finde ich die problematischen Schnecken an ihren Spuren auch am nächsten Abend noch. Notfalls muss man unter den Salat schauen und sie im Boden finden. So hat man nach wenigen Abenden die Schnecken unter Kontrolle und stark reduziert. Der abendliche Aufwand reduziert sich dann auch erheblich.
Vorbeugen: - Lebens- und Rückzugsräume der Schnecken einschränken, zum Beispiel durch harken und Bodenbearbeitung, gezielte Bodenveränderung (PH-Wert usw.) - „Schranken“ mit kleinen Liguster- oder Buchshecken an Beet- oder Gartenseiten (geben auch Windschutz!), Sägemehl- und Quarzsandstreifen bei besonders gefährdeten Pflanzen, Abwehrpflanzen setzen wie Wermut etc. - Ablenken: Vergammelnde Salatblätter o.ä. liegen lassen oder gezielt auslegen. Unter alten Holzbrettern ziehen sich Schnecken besonders gern zurück. Am Morgen, nach dem eigenen Frühstück, kann man sie gezielt dort absammeln. Köderpflanzen in die Mischkultur, um die Schnecken ebendort abzusammeln. - Feinde fördern wie Igel, Frösche etc.
Ich rate ab von Allem, was man erst mal kaufen muss: - Bierfallen, die zwar tagelang sehr effektiv sind – aber auch Schnecken aus bis zu 100 m Entfernung magisch anzieht! Alkohol und Hefen sind da die Lockmittel, alkoholfreies Bier wirkt nicht, sollte man lieber selber trinken - Schneckenkorn kostet nur und ist keinesfalls biologisch - elektrische Schneckenzäune und scharfe Kantenzäune wirken nur, wenn man ihre Wirksamkeit ständig kontrolliert
Das alles- und viel mehr kann man jetzt im Internet ausführlichst nachlesen, abwägen und lernen. Aber diese meine eigene Erfahrung hält mich körperlich und geistig jung und spart Geld – seit Jahren.
„Opa Rennschnecke“, 65, Gärtner, Rentner haben meine kecken Nichten mich längst getauft.
von Helmo Roth-Seefrid Dat: 14.05.2007
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Sträucher
Die Felsenbirne (Amelanchier ovalis)
wird ca. 2 m (je nach Stadort auch höher). Sie blüht in schönen aufrechten weißen Trauben und wird gerne von Bienen und anderen Insekten besucht. Die violettblauen kleinen Beeren ergeben in etwas Rotwein gekocht und durchpassiert eine ganz ausgezeichnet schmeckende Marmelade. Vögel lieben die Beeren, so dass man nicht den richtigen Zeitpunkt versäumen darf, sonst ist nichts mehr da. Im Herbst erfreut die Felsenbirne mit sehr schönen gelb-orange bis roten Farbschattierung.
Die Blutpflaume (Prunus cerasifera "Nigra")
wird 2 - 3 m hoch, man kann sie aber duch schneiden niedriger halten. Die wunderschönen rosa Blüten ergeben zusammen mit dem dunkelroten Laub ein ansprechendes Bild. Die kleinen roten Pflaumen kann man ebenso roh essen, wie auch zu Kompott und Marmelade verarbeiten.
Die Kornelkirsche (cornus. mas)
Der 2 - 3 m hohe Strauch blüht früh in kleinen gelben Büscheln (wie die Zaubernuss) was ihn zu einem begehrten ersten Futter für Insekten und Bienen macht. Aus den hellroten Kirschen läßt sich ausgezeichnete Marmelade herstellen, die eine wunderbare kirschrote Farbe hat und wirklich ganz ausgezeichnet schmeckt. Läßt man die Früchte nach dem Pflücken 1 - 2 Tage stehen, so werden sie weich und man kann die Kerne ganz leicht herausdrücken. Die Kornelkirsche gibt es auch unter den Namen "Joliko" und "Kasanlaker" als großfrüchtige Züchtungen. Die Blätter färben sich im Herbst rotbunt. Die Kornelkirsche nimmt vieles herumschneiden übel, wenn man sie verkleinern will, nimmt man am besten von unten alte Äste heraus.
Apfelbeere (Aronia melanocorpa)
Der Strauch wir 1-1,5 m hoch, er eignet sich also auch zur Unterpflanzung oder zum Ausfüllen von Lücken. Er blüht mit kleinen weißen Blüten, ist anspruchslos und frosthart. Die schwarzen Beeren sind sehr gesund (viele Vitamine! Vitamin C!) Es läßt sich wohlschmeckender Saft, Marmelade und Kompott herstellen. Im Herbst färbt er sich sehr schön gelb-orange-rot.
Die Quitte
Auch die Quitte läßt sich gut in Hecken integrieren. Man kann sie auch als Strauch ziehen. Die schönen großen rosa Blüten erscheinen nach der Apfelblüte. Die Früchte leuchten wunderbar gelb und lassen sich äußerst vielseitig zum Kochen, Backen, Marmelade, Kompott, Likör, Quittenbrot (Geleefrüchte) und vielem vielem mehr verarbeiten. Es lohnt sich nach alten Sorten zu fragen und sich nicht mit "Apfelquitte" oder "Birnenquitte" zufrieden zu geben. Wenn man die Quitte zu lange am Baum läßt bekommt sie gerne die "Fleischbräune" was sie zur weiteren Verwendung ziemlich unbrauchbar macht. Man muss die Quitte pflücken wenn die Farbe von grün nach gelb wechselt. Nun kann man sie im Keller ziemlich lange aufbewahren, ohne dass sie verdirbt. Dass Apfelquitten schlechter sind als Birnenquitten ist ein böses Vorurteil. Alte Sorten sind z. B. Bereczki, Bourgeault, Champion, Cydora, Cydopom, Leskovac, Radonia, Ronda, Vranja, Wudonia, Danuviana, Turuncuskaja, Ispolinskaja, und andere mehr. Auch Zierquitten kann man verwenden. Manche Sorten werden extrem groß, so dass eine Frucht gleich mehr als 500 g wiegt. Die Blätter bleiben lange am Baum und färben sich ebenfalls gelb.
Der schwarze Holunder (sambucus nigra)
nur wenige Heilpflanzen sind so beliebt wie der Schwarze Holunder. Schon ganz früh war er bekannt als der Sitz der "Hausgeister" weshalb man auch nicht Hand anlegen durfte an ihn. Es ist kein Zufall, dass Holunder so oft an Stallungen, Scheunen oder auch Wohnhäusern steht. Auch ist der Holunder kein so großer Strauch, so dass er eigentlich in jedem Garten einen Platz fände. Früher sagte man "Vor dem Holunder soll man sich siebenmal verneigen und den Hut ziehen, so wertvoll ist er". Das wissen auch alle Tiere, den viele Insekten, Vögel, Haselmaus, Schmetterlinge und andere mehr suchen ihn so gerne auf, dass man manchmal Mühe hat selbst zum Zuge zu kommen. Ich möchte einmal auf seine ganz wichtige Funktion für Insekten, Vögel und andere Tiere hinweisen und auf seine außerordentlich große gesundheitliche Wirksamkeit und Vielseitigkeit von Tee, Saft, Kompott und Marmelade.
Wildrosen
Auch auf die vielen Arten von Wildrosen sei noch hingewiesen, es gibt große Sträucher wie Hundsrose (rosa canina), Apothekerrose (Rosa officinalis) auch als versicolor (2farbig gestreift), in gelb die Weihrauchrose (Rosa Primula), als kleiner Kletterer mit vielen hundert Blüten (Rosa multiflora) und niedrige Sorten (ca. 1,20 m) wie die Kartoffelrose (Rosa gallica) und die Bibernellrose (Rosa pimpinellifolia oder spinossima) und viele viele andere mehr in allen Farben. Alle haben Unmengen von Hagebutten aus denen sich - einfach in der Mitte durchgeschnitten und getrocknet - Hagebuttentee und natürlich Hagebuttenmarmelade herstellen läßt. Am Strauch verbliebene Hagebutten stellen ein beliebtes Winterfutter für Vögel dar. Wildrosen sind unempflindlich und brauchen wenig Pflege, die meisten Sorten sind allerdings nur einmalblühend so dass die üppige und wunderschöne Blüte leider schnell vorbei ist. Bei Insekten und Vögeln sind sie allerdings sehr beliebt (bei größeren Sträuchern auch zum nisten).
von Annegret Hottner Dat: 20.03.2007
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