Gardenie (Gardenia jasminoides) – Richtig pflegen und überwintern

Die Gardenie (Gardenia jasminoides) ist eine sehr beliebte und immergrüne Pflanze, die über sehr schöne weiße und angenehm duftende Blüten verfügt. Ursprünglich stammt sie aus dem Tropen und wird den sogenannten Rötegewächsen zugeordnet. Im Freiland wird die Gardenie bis zu 1,50 Meter hoch. Das Besondere ist, dass am Ende jedes Zweigs nur eine Blüte entsteht. Wird die Pflanze im Topf kultiviert, wird sie nur maximal 45 Zentimeter bis 60 Zentimeter hoch. Weltweit sind über 250 unterschiedliche Arten der Gardenie bekannt.

Gardenie richtige pflegen: Licht ist essentiell!

Die Gardenie ist eine durchaus anspruchsvolle Pflanze. Denn sie mag zwar einen hellen Standort, verträgt aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Daher sollte sie an die Ost- oder Westseite gestellt werden. Im Sommer fühlt sie sich auch auf dem Balkon oder der Terrasse wohl. Denn die wechselnden Temperaturen (am Tag warm und in der Nacht kühl) kennt sie aus ihrer Heimat den Tropen.

Weitere Ratschläge für die Pflege

  • die Gardenie sollte immer feucht gehalten werden
  • mit einer Drainage lässt sich Staunässe vermeiden
  • Regenwasser eignet sich sehr gut zum Gießen
  • wenn die Erde trocknet, sollte gewässert werden
  • jede Woche einen speziellen Rhododendron-Dünger verwenden
  • jeweils nach zwei Wochen dem Gießwasser einen Eisendünger beigeben
  • verblühte Pflanzenteile sofort entfernen
  • regelmäßig die Blätter besprühen aber nicht die Blüten
  • ideale Temperatur liegt bei 17° bis 24° Celsius
  • sehr starke Temperaturschwankungen vermeiden, da sonst ein Knospenverlust geschehen kann

Anders als viele andere Pflanzen, legt diese besondere Pflanze keine komplette Winterruhe ein. Daher sollte sie auch in der kalten Jahreszeit regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden, allerdings in einem geringen Umfang als im Sommer.

Wie wird die Gardenie überwintert?

Auch wenn die kräftige Pflanze kurze Zeit auch leichten Frost verträgt, sollte sie im Winter an einem geschützten und überdachten Ort untergestellt werden, wie zum Beispiel in einem Wintergarten oder in einem ungeheizten Gewächshaus. Wichtig ist, dass die Temperatur nicht unter fünf Grad Celsius fällt und nicht über null Grad Celsius steigt. Denn bei wärmeren Bedingungen könnte die Gefahr bestehen, dass sich im nächsten Frühling keine Blütenknospen bilden.

gardenie pflege

© pixabay.com

Im Frühling erfolgt ein Rückschnitt

Im Frühling sollte die Gardenie beschnitten werden. Wichtig ist, dass dieser Schritt über einem Auge, das nach außen zeigt, erfolgt. Dadurch wird gewährleistet, dass die Pflanze nicht zu stark und in der nächsten Saison gleichmäßig wächst. Zudem wird ein neuer Austrieb aus noch schlafenden Augen unter der Schnittstelle animiert. Sie können kann an einer kleinen Auswölbung an der Rinde erkannt werden. Wenn die Pflanze im Sommer im Freien stehen soll, wird sie frühestens nach den sogenannten Eisheiligen (Mitte Mai) nach draußen gebracht.

Gardenie zur Winterblüte anregen

Die meisten Gardenien blühen im Sommer oder im Frühherbst. Mit einigen einfachen Maßnahmen können bestimmte Sorten auch zu einer Winterblüte angeregt werden. Hierfür werden im Spätsommer oder Frühherbst einige Knospen ausgebrochen. Wichtig ist, dass sie in den Wintermonaten nur wenig gegossen wird. Immer dann, wenn die oberste Erdschicht trocknet, ist dieser Schritt erforderlich. Um das herauszufinden, kann ganz einfach eine sogenannte Daumenprobe erfolgen.

Wann wird die Gardenie umgetopft?

Nach ein bis zwei Jahren sollte die Gardenie umgetopft werden. Dieser Schritt ist aber erst dann erforderlich, wenn der alte Topf komplett durchwurzelt ist. Ist das der Fall, wird umgetopft. Hierfür wird die Gardenie einige Stunden vorher gründlich gewässert. Denn dadurch lässt sie sich deutlich einfacher aus dem Pflanzgefäß entnehmen. Soll sie in einen unglasierten Topf gesetzt werden, sollte auch er einige Minuten in Wasser gestellt werden. Denn der trockene Ton würde ihr sonst sehr schnell die Feuchtigkeit entziehen.

Wenn die Gardenie aus dem alten Topf genommen wird, kontrollieren wir den Wurzelballen gründlich. Sind hier verfaulte oder vertrocknete Bereiche zu sehen, schneiden wir sie vorsichtig ab und entfernen auch alle erkennbaren Schädlinge. Zum Umtopfen kann ein kalkfreies Substrat, wie zum Beispiel normale Rhododendronerde, verwendet werden, der eine geringe Menge Sand und Kompost untergemischt wird.

Warum verliert meine Gardenie ihre Blätter?

Wenn die Blätter der Pflanze gelb werden und sogar abfallen, kann dies eine normale Alterserscheinung sein. Dies kommt häufig vor, wenn die Gardenie nicht regelmäßig beschnitten wurde. Denn dann vergreisen die Äste und blühen nur noch in den oberen Bereichen. Um das zu verhindern, sollte die Pflanze regelmäßig ausgelichtet werden. Dadurch wird sie immer wieder dazu animiert, neue und junge Triebe hervorzubringen. Der Alterungsprozess verzögert sich und die Pflanze wächst weiter.

Fazit: Eine durchaus anspruchsvolle Naturschönheit mit hohem Pflegeaufwand

Die Gardenie verzaubert jeden Betrachter sofort mit ihren schönen Blüten und ihrem angenehmen Duft. Dadurch ist sie auch eine sehr beliebte Zimmerpflanze. Im Sommer kann sie auch Balkone und Terrassen verschönern. Doch damit sie ihre volle Pracht zeigen kann, muss sie immer passend gepflegt werden. Dazu gehört unter anderem auch ein regelmäßiges Düngen und Beschneiden. Wer die oben beschriebenen Tipps beachtet, hat lange Freude an seiner Gardenie.

 

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