Mittwoch , 24 April 2024
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Die Tigernuss: Der perfekte Köder fürs Karpfenangeln

Dass man zum Angeln einen Köder benötigt, wissen meist schon Kinder. Doch welche sind für Karpfen besonders gut geeignet? Gerade Laien denken oft nur an den berühmten Regenwurm am Angelhaken. Doch die großen Friedfische stehen auf ganz andere Dinge.

Viele passionierte Angler schwören auf den Einsatz von Tigernüssen. Diese sind auch unter dem Namen Erdmandel bekannt. Die Bezeichnung „Nuss“ ist ein wenig irreführend: Denn eigentlich handelt es sich um kleine Knollen, die unterirdisch an den Wurzeln des Chufagrases wachsen.

Ideal fürs Karpfenangeln und -füttern

Nicht nur fürs Angeln sollten Fischliebhaber Tigernüsse kaufen: Gerade im kargen Winter stellen sie ein nährstoffreiches, schnell sättigendes Futter dar. Gut für alle, die einen eigenen Fischteich besitzen! Die gehaltvollen kleinen Knollen sind übrigens auch für den Menschen sehr gesund, wenn auch in unseren Breitengraden noch immer recht unbekannt. Möchte man mit Tigernüssen angeln, muss die Fütterung damit jedoch eine Weile vorher eingestellt werden. Denn sonst haben sich die Karpfen an den Wurzelknollen satt gefressen und beißen kaum mehr. Je länger die Friedfische den verlockenden Geruch und Geschmack entbehren mussten, desto williger werden sie beim Angeln beißen.

Warum ist die Erdmandel ein so ausgezeichneter Köder?

Das liegt an ihrer nährstoffreichen, aromatischen Zusammensetzung. Richtig zubereitet, verbreitet sich das Aroma der Tigernuss schnell im Wasser und lockt so unzählige Karpfen an. Während kleinere der Tigernüsse perfekt zum Anfüttern geeignet sind, um die Karpfen an die gewünschte Angelstelle zu locken, sind große Exemplare äußerst verführerisch vor allem für große Fische. So können schnell gute Angelerfolge erzielt werden.

Zudem sind Tigernüsse von eher fester Konsistenz und lösen sich im Wasser auch nach längerer Zeit nicht vom Haken. Das hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen verbleiben die Köder so über eine lange Zeit am Haken. Zum anderen beißen keine unerwünschten oder zu kleinen Fische an. Auch von Insekten und Wasservögeln bleiben die kugelförmigen Erdmandeln in der Regel unbehelligt.

Lange Haltbarkeit

Wer oft angeln geht, muss die Tigernüsse nicht jedes Mal kurz vorher kaufen: In einem Eimer mit frischem Wasser sind sie gekocht mehrere Wochen haltbar. Noch länger können getrocknete Erdmandeln aufbewahrt werden.

Tigernüsse fürs Angeln selbst zubereiten

Getrocknete Tigernüsse müssen vor dem Einsatz als Köder erst speziell behandelt werden – nur dann entwickeln sie den starken Geruch, der Karpfen so magisch anzieht. Dafür muss man die Tigernüsse kochen. Nach dem Einweichen in ausreichend viel kaltem Wasser über ein bis zwei Tage werden sie mit ebendiesem Wasser erhitzt und etwa 45 Minuten lang gekocht. Anschließend werden sie im Wasser belassen, damit sie noch ein wenig ziehen können. Dabei darf weder zu viel noch zu wenig Wasser im Behälter sein: Die Tigernüsse sollten mit mehreren Zentimetern Wasser bedeckt sein. Nach einer Ziehzeit von einem, besser aber mehreren Tagen sind die Erdmandeln einsatzbereit – der Angelspaß kann beginnen!

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