Montag , 29 November 2021
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Schädlinge der Eiche rechtzeitig erkennen und beseitigen

Eichen gehören zu den prächtigsten einheimischen Baumarten und schmücken vielerorts Gärten, Parkanlagen und andere Grünflächen. Aufgrund der immer häufiger auftretenden großen Hitze und langen Trockenheit im Sommer werden die prächtigen Bäume jedoch schnell anfällig für einen Schädlingsbefall. Welche Schädlinge sich an Eichen besonders wohl fühlen, das erfährt man hier.

Gefahr für Eichen und Menschen: Der Eichenprozessionsspinner

In den letzten Jahren hat sich ein Schädling rasant vermehrt und befällt vielerorts Eichen, was nicht selten zur Absperrung großer Areale führt. Die Rede ist vom Eichenprozessionsspinner und der ist nicht nur eine echte Gefahr für die Baumgesundheit, sondern kann auch die Gesundheit des Menschen schädigen. Die üblicherweise in großen Gruppen auftretenden Raupen besitzen sehr feine Brennhaare, welche vom Wind weitflächig verteilt werden. Diese feinen Brennhaare sind für den Menschen eine echte Bedrohung, denn sie können unangenehme allergische Reaktionen auslösen, die teilweise medizinisch versorgt werden müssen.

Daher ist bei einem Befall von Eichen durch den Eichenprozessionsspinner schnelles Handeln gefragt. Allerdings gestaltet sich die Entfernung der Nester als überaus schwierig und sollte dem Profi überlassen werden. Mit speziellen Mitteln oder Geräten lassen sich Nester versiegeln oder absaugen, so dass möglichst wenige Brennhaare in die Umgebung gelangen. Natürliche Feinde hat der Eichenprozessionsspinner hierzulande kaum. Lediglich der Kuckuck und der Puppenräuber können ihm gefährlich werden.

Eichenprachtkäfer und Grüner Eichenwickler

Meistens an alten Eichen mit einem dicken Stamm nisten sich Eichenprachtkäfer ein. Sie fressen Gänge unterhalb der Rinde, wodurch die Saftzufuhr gestört wird. Geht man gegen den Eichenprachtkäfer nicht vor, können Äste oder schlimmstenfalls ganze Bäume absterben. Mit einem Befall durch den Eichenprachtkäfer ist vor allem nach sehr trockenen Sommern zu rechnen. Auch der Grüne Eichenwickler bevorzugt alte Eichen und sorgt etwa ab Mai durch das Schlüpfen der Raupen für erhebliche Schäden an befallenen Bäumen.

Die Schädlinge fressen frische Knospen und Blätter und sind an ihrer grünen Farbe mit schwarzen Punkten gut zu erkennen. Natürliche Feinde des Grünen Eichenwicklers sind heimische Singvögel. Deshalb sollte man in seinem Garten gute Lebensbedingungen für Vögel schaffen, damit diese einen starken Befall verhindern und die Schädlinge rechtzeitig fressen.

Schwammspinner und Gemeiner Frostspanner

Im Spätsommer von August bis September legt der Schwammspinner seine Eier an Eichen ab. Da diese häufig in großer Menge abgelegt werden, sind sie gut sichtbar. Ein solcher Eierhaufen ähnelt optisch einem Schwamm und lässt sich im Herbst leicht entfernen. Geschieht das nicht, kann es im Frühjahr nach dem Schlüpfen der Raupen zu erheblichen Schäden durch Blattfraß kommen. Wenn im Oktober der erste Nachtfrost auftritt, legt auch der Gemeine Frostspanner seine Eier bevorzugt an Eichen ab. Die im April schlüpfenden Raupen können anschließend für einen Kahlfraß sorgen und dadurch für massive Schäden an Eichen sorgen.

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