Sonntag , 5 Februar 2023
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Gartenhaus mit Strom versorgen: Das ist wichtig

Gartenbesitzer nutzen ihr Häuschen vor allem in den warmen Sommermonaten auch für längere Aufenthalte. Strom macht das grüne Idyll bewohnbar – Kühlschrank, Kaffeemaschine oder auch ein Fernseher sowie Warmwasseraufbereitung lassen sich damit problemlos betreiben. Aber auch für eine Vielzahl an Tätigkeiten, die bei der Pflege anfallen, ist eine elektrische Unterstützung notwendig. Angefangen beim Rasenmäher bis hin zu Sicherheitsanlagen ist Strom unerlässlich. Nicht jeder Garten verfügt von vornherein über eine elektrische Leitung, wie Sie diese auch im Nachhinein installieren, haben wir Ihnen an dieser Stelle zusammengefasst.

Relevanz für eine eigene Stromversorgung im Gartenhaus

Die Gründe, eine eigene Stromleitung im Garten zu verlegen, sind vielfältig. Während der eine mehr Komfort bevorzugt, um auch für eine längere Zeit oder in den dunkleren Abendstunden seinen Garten zu genießen, verwenden andere die Elektrik wesentlich pragmatischer. Mit dem elektrischen Anschluss lassen sich Lichtquellen installieren, Versorgungsgeräte nutzen oder kleine und schwere Gartengeräte kommen zum Einsatz.

Das Verlegen einer Stromleitung ist dann sinnvoll, wenn Sie folgende Gründe für wichtig und sinnvoll erachten:

  • Sicherstellen der Beheizbarkeit und Warmwasserversorgung
  • Integration von Unterhaltungselektronik
  • Verwendung von leistungsfähigeren Gartengeräten
  • Schaffung von mehr Komfort

Das benötigen Sie für eine sichere Elektrik

Wenn Sie sich für den konservativen Weg entscheiden und eine traditionelle Stromversorgung verlegen möchten, müssen Sie bei der Planung die richtigen Hilfsmittel berücksichtigen. Solarstrom oder kleine Windkraftanlagen spielen hierbei keine Rolle. Neben einer großen Anzahl an Kabeln und Leitungen benötigen Sie zudem ausreichend Steckdosen, die Sie im Gartenhaus, aber auch im Außenbereich mit den entsprechenden Schutzklassen installieren können. Werden die Kabel im Erdreich verlegt, sollten Sie auch hier über eine verstärkte Sicherung nachdenken.

Schrumpfschläuche schützen die Kabel und Kabelverbindungen zusätzlich vor äußeren Einflüssen. Weiterhin werden Sicherungskästen und die entsprechenden Verbindungen zum allgemeinen Stromnetz oder dem Hausanschluss benötigt. Handwerklich unerfahrene Gartenbesitzer entscheiden sich besser für einen fachkundigen Elektriker, der die Leitungen nach den herrschenden Vorgaben sicher verlegt, sodass Kurzschlüsse oder Leitungsüberlastungen ausgeschlossen sind.

Planungsschritte für ein gut versorgtes Gartenhaus

Ehe Sie Ihr eigenes Gartenhaus mit Strom versorgt haben, kommen Sie um eine Planungsphase nicht umhin. Ausgehend davon, dass Sie sich für Strom über Erdkabel entscheiden, sind einige Überlegungen und Taten unbedingt notwendig.

  1. Planung: Wie viele Kabel werden für innen und außen gebraucht? Wie lang sollen die Kabel sein? Welche Anzahl an Steckdosen werden benötigt?
  2. Einen Graben für die Erdkabel verlegen: Die Grabentiefe sollte mindestens 50 Zentimeter betragen, sodass Sie darauf achten müssen, den Aushub an Stellen vorzunehmen, an denen keine Baumwurzeln störend wirken.
  3. Leerrohr in dem Aushub und ins Gartenhaus verlegen: Um das endgültige Kabel in das Gartenhaus zu legen, muss erst ein Leerrohr genutzt werden. Anschließend lässt sich an einer freien Stelle – wie unter der Terrasse – die Leitung ins Gartenhaus führen
  4. Kabel verlängern: Sind die Kabel zu kurz, müssen sie mit weiteren Kabeln verlängert und die Verbindungsstellen mit Schrumpfschläuchen vor dem Eindringen von Wasser geschützt werden.
  5. Elektroinstallation im Inneren: Die Festlegungen der Lampen und Steckdosen für den Innenbereich müssen im Vorfeld geklärt werden, um ausreichend Leitungsmaterial zur Verfügung zu haben.
  6. Sicherheitsprüfung: Damit keine Kurzschlüsse oder Unfälle passieren, muss die neuverlegte Stromleitung von einem Fachmann abgenommen werden.

Gartenhaus mit Strom versorgt: und nun?

Die Elektroleitung ist verlegt, alle Anschlüsse sind installiert und somit verfügt das Gartenhaus über Strom. Das bietet Gartenbesitzern einen hohen Komfort. Notwendige Geräte wie ein Kühlschrank in der Küche ermöglichen nun die Lebensmittellagerung. Weiterhin lässt sich Unterhaltungselektronik oder Telekommunikation damit auch im Garten nutzen. Manche Besitzer wünschen sich auch eine eigene Sauna – diesem Traum steht jetzt nichts mehr im Weg. Zusammenfassend sei gesagt, dass die Investition und der Arbeitsaufwand für die Stromversorgung im Garten – ganz gleich, ob es sich um einen Kleingarten oder einen zum Haus gehörigen handelt –lohnenswert sind!

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