Calla (Zantedeschia Aethiopica) – Die richtige Pflege der Zimmercalla

Bei der Calla Zantedeschia Aethiopica handelt es sich um eine hübsch anzusehende Zimmerpflanze, die jedoch giftig ist. Die Pflanze hat einen hohen Anspruch, damit sie gut gedeihen kann. Die Heimat der Calla ist das südliche Afrika. Dort lebt sie an den Rändern der Sümpfe, die immer wieder austrocknen. Damit die Calla zu Hause prächtig gedeiht, benötigt sie regelmäßig eine trockene Winterpause.

Die Calla gibt es in den unterschiedlichsten Farben, wobei weiß noch die bekannteste ist. Die Zimmerpflanze hat fleischige Blätter und Stiele und wird ca. 80 cm hoch. Ihre Blühphase liegt zwischen Mai und August. Nach der Blüte werden die Blüten gelb und fallen schließlich ab.

Calla Zantedeschia Aethiopica – Der richtige Standort ist entscheidend

Beim Standort sollte man möglichst die trockenen Sumpfwiesen der Heimat imitieren. Dies bedeutet, dass sich die Calla an einem Fensterplatz ohne direkte Mittagssonne sehr wohl fühlt. Die Pflanze mag zwar Licht, kommt aber auch mit einem halbschattigen Platz gut zurecht, wenn auf direkte Mittagssone komplett verzichtet wird. Die Pflanze liebt die Wärme, hat aber je nach Blütenfarbe unterschiedliche Bedürfnisse. Eine Calla mit weißen Blüten liebt Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad, während die blühenden Sorten besser bei 18 bis 21 Grad gedeihen.

Jedoch sollte die Pflanze auf keinen Fall über eine Heizung stehen, denn sonst läuft man Gefahr, dass das Substrat austrocknet und in der Folge die Pflanze verwelkt. Damit die Calla prächtig gedeiht, muss sie an einem windgeschützten Platz stehen, denn Zugluft mag sie gar nicht. Sobald die Außentemperaturen nicht mehr unter 10 Grad fallen, kann die Calla auch nach draußen gestellt werden. Hier bekommt sie ausreichend Licht, sodass sie üppig gedeiht. Der Platz auf Balkon oder Terrasse sollte ebenfalls windgeschützt sein, sodass eine Hauswand oder eine Gartenhecke ideal als Standort sind.

Das richtige Substrat

Was das Substrat angeht, ist die Calla relativ bescheiden, sodass normale Blumenerde vollkommen ausreicht. Fachleute raten jedoch zu einer Mischung aus Humus und Sand. Man kann für die Calla auch Gartenerde verwenden, wenn dies frei von Keimen und dergleichen ist. Denn durch die kontaminierte Erde kann die Calla Krankheiten bekommen.

Das richtige Pflanzen

Als Zimmerpflanzen kann man die Calla sowohl im Frühling wie auch im Herbst einpflanzen. Möchte man die Calla im Freien pflanzen, dann ist der beste Zeitpunkt zwischen März und Mai, wenn die Außentemperaturen nicht mehr unter 10 Grad fallen. Die hübsche Pflanze gedeiht sowohl im Beet wie auch in Kübeln auf der Terrasse. Beim Auspflanzen gilt es darauf zu achten, dass die Knolle 5 bis 7 cm tief eingesetzt wird. Nachdem man die Knolle mit Substrat bedeckt hat, drückt man alles leicht an. Da die Calla nicht winterhart ist, muss man die Knollen aus dem Beet und auch die Kübel rechtzeitig in ein warmes Winterquartier bringen.

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Das regelmäßige Umtopfen der Zimmercalla

Die Calla muss regelmäßig umgetopft werden, denn aufgrund des Düngens reichern sich die Nährstoffe im Substrat bis auf schädliche Konzentrationen an. Experten raten dazu, dass man die Calla jährlich nach der Winterpause umpflanzt. Einen größeren Topf muss man nur dann wählen, wenn die Calla deutlich gewachsen ost und sie augenscheinlich zu wenig Platz im alten Topf hat.

Schritte des richtigen Umtopfens

Beim Umtopfen der Calla sollte man in jedem Fall Handschuhe tragen, da die Pflanze wie bereits erwähnt giftig ist. Kommt man mit der Haut in Kontakt mit der Calla, kann dies zu Hautreizungen führen. Als Erstes nimmt man die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und befreit die Wurzeln möglichst vom gesamten alten Substrat. Danach wird die Knolle mit zimmerwarmem und kalkfreiem Wasser abgespült. Wurzeln, die übermäßig lang sind, sollte man stutzen.

Nutzt man den alten Topf, dann muss dieser gründlich gereinigt werden. Beim Einpflanzen muss unbedingt auf eine Drainage geachtet werden. Die Knolle wird dann wieder 5 bis 7 cm tief in die Erde gesetzt und locker mit dem Substrat bedeckt. Zum Schluss wird der Topf mit Wasser geschwemmt. Das überschüssige Wasser muss ablaufen, bevor die Pflanze an ihren Standort gestellt wird.

Das richtige Gießen und Düngen der Calla Zantedeschia Aethiopica

Beim Gießen sollte man nicht zu viel gießen, denn das mag die Calla gar nicht. In der Wachstumsphase ab Ende Februar sollte man die Calla nur mäßig wässern. Die Erde sollte nur feucht, aber niemals nass sein, denn durch die unterirdischen Wurzeln werden sowohl Wasser wie auch Nährstoffe gespeichert. Steht die Pflanze zu oft zu nass, dann kann dies zu Wurzelfäulnis führen. Sehr gerne mag es die Calla, wenn man sie regelmäßig besprüht. Daher sollte man gerade im Frühling und im Herbst die Calla einmal pro Woche mit einer Sprühflasche benebeln.

Zum Düngen der Calla reicht ein einfacher Grünpflanzendünger aus. Bei der Dosierung sollte man sich immer an die angaben des Herstellers halten. Idealerweise düngt man während der Blüte einmal pro Woche. Gegen Ende der Blühperiode sollte man das Düngen reduzieren und im Idealfall komplett einstellen.

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