Mittwoch , 2 Dezember 2020
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Das Gartenhaus im Landhausstil einrichten: So gelingt es!

Viele Gartenbesitzer träumen vom eigenen Gartenhaus im romantischen Landhausstil. Das ist allerdings gar nicht so leicht umzusetzen. Oftmals lässt sich nicht so genau sagen, was den Charme des Landhausstils genau ausmacht. Dieser Artikel lüftet das Geheimnis.

Was zeichnet den Landhausstil aus?

Der Landhausstil ist kein einheitlicher Einrichtungsstil, der sich an wenigen Objekten festmachen lässt. Umso schwerer ist es deshalb, ihn selbst zu realisieren. Selbst wer eine große Menge Designobjekte aus dem Katalog kauft wird feststellen, dass dies allein noch nicht die gleiche Gemütlichkeit ausstrahlt wie so manches Foto von einem perfekt eingerichteten Landhaus. Der erste Schritt auf dem Weg zum Gartenhaus im Landhausstil ist daher das Arrangement: Man sollte die Landhausmöbel im Gartenhäuschen einfach nur gezielt anordnen, um den speziellen Charme des Landhauses zur Geltung zu bringen. Landhausmöbel müssen „unordentlich“ stehen, also ganz anders, als wir uns die Einrichtung einer modernen Wohnung vorstellen würden.

In städtischen Wohnungen regiert der Platzmangel: Man hat immer zu wenig Raum, daher muss alles so sparsam wie möglich angeordnet sein. Alle Möbel müssen an einer Kante oder in einer Ecke stehen, alles andere wäre Verschwendung! Diese Regeln gelten im Landhaus nicht. Hier dürfen Möbel auch mal in der Mitte vom Raum stehen und Schränke quer zu den Zimmerkanten. Wahrscheinlich wird der Landhausstil auch deswegen gerade von den urbanen Großstädtern so gemocht und geschätzt: Er ist ein Sinnbild für eine Zeit, in der noch nicht alles rational, alles effizient sein musste.

Hier darf man auch mal verschwenderisch mit dem Platz umgehen. Das Zimmer sollte dadurch aber nicht „zugestellt“ werden, sondern schlicht gemütlicher wirken. Man rückt im Landhaus buchstäblich enger zusammen, auch wenn nicht allzu viel Platz zur Verfügung steht. Es gilt, den richtigen Kompromiss zu finden – keine leichte Aufgabe.

Materialien spielen eine große Rolle

Allem Arrangement zum Trotz ist es natürlich nicht ganz nebensächlich, wie die Möbel und Einrichtungsgegenstände beschaffen sind. Für die optimale Wirkung eignen sich Holzmöbel, möglichst dunkel und gern auch mit Gebrauchsspuren. Darüber hinaus sind Naturmaterialien bestens geeignet, um Akzente zu setzen, so etwa Wolle oder Tierfelle. Deko-Objekte wie Kerzenständer oder Haushaltsgegenstände wie Teller, Tassen und Besteck sollten ein bisschen „alt“ aussehen. Am besten kauft man sie gebraucht, aber in gutem Zustand, vom Trödelmarkt oder vom Antiquitätenhändler.

Wer sein Gartenhaus konsequent so ausstattet, wird schon bald einen bemerkenswerten ästhetischen Unterschied zu Stadtwohnungen feststellen: Das Gartenhaus im Landhausstil wirkt ursprünglicher, wohnlicher aber auch erhaben. Übertreiben sollte man es mit der Rückwärtsgewandtheit aber nicht: Puristen, die ihr Gartenhaus ausschließlich mit Kerzenlicht beleuchten, haben gleichzeitig ein Brandschutz- und ein Beleuchtungsproblem. Das ist auch der schönste Stil nicht wert.

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