Montag , 29 November 2021
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Heizen mit Holzpellets: Das sollte beachtet werden

Unter den verschiedenen Möglichkeiten der Wohnraumbeheizung erfreut sich das Heizen mit Holzpellets steigender Beliebtheit. Was man rund um Pellets und Pelletheizungen beachten sollte und welche Vorteile diese Heizform bietet, dazu findet man hier nützliche Informationen.

Die Vor- und Nachteile der Pelletheizung

Grundsätzlich gilt die Pelletheizung als besonders einfach zu nutzende Heizungsform mit geringem Pflege- und Wartungsaufwand. Es handelt sich hierbei um eine Festbrennstoffanlage, die kostengünstig und umweltfreundlich betrieben werden kann. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas sind Holzpellets deutlich günstiger und es gibt eine hohe, langfristige Versorgungssicherheit mit zu erwartender Preisstabilität.

Die etwas kostspieligere Anschaffung der Heizanlage kann durch staatliche Förderungen abgefangen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Pellets nur wenig Energie bei der Herstellung verbrauchen und einen Wirkungsgrad von etwa 95 Prozent aufweisen. Sie sind zudem, anders als fossile Brennstoffe, CO2-neutral und daher umweltfreundlich.

Haben Holzpellets auch Schwachstellen oder Nachteile?

Neben den aufgezählten Vorteilen treten bei manchen Besitzern einer Pelletheizung vereinzelt Probleme auf, zu denen vor allem die übermäßige Bildung von Schlacke zählt. Auf einschlägigen Fachportalen erfährt man, welche Gründe es haben kann, wenn sich zu viel Schlacke und Asche bildet. Beobachtet man dieses Phänomen bei seiner eigenen Pelletheizung, sollte man zunächst von einem Experten den Restsauerstoff beim Verbrennungsprozess messen zu lassen. Dieser liegt idealerweise bei zehn Prozent. Wird ein niedrigerer Wert gemessen, kann das verschiedene Gründe haben, die Folge ist jedoch immer, dass die Pellets nicht richtig verbrennen können und Schlacke entsteht.

Zu den typischen Ursachen für zu wenig Restsauerstoff gehören ein stark verschmutzter Ofen, ein verdrecktes Abgasrohr, ein schmutziger Schornstein, eine falsch eingestellte oder verdreckte Luftansaugung und minderwertige Pellets. Diese Ursachen lassen sich durch einen Fachhandwerker, Schornsteinfeger oder Eigenleistung schnell beheben, so dass die Pelletheizung wieder störungsfrei betrieben werden kann.

Daran erkennt man hochwertige Holzpellets

Je höher die Qualität der genutzten Holzpellets ist, desto besser ist auch die erbrachte Wärmeleistung und desto geringer fällt die Bildung von Schlacke aus. Einen Aufschluss über die Qualität von Holzpellets erhalten Verbraucher durch die Norm DIN EN 14961-2. Basierend auf dieser europaweit einheitlichen Prüfung von Holzpellets werden die Erzeugnisse drei Klassen zugeordnet. Die Klasse A1 weist die höchste Qualität auf und ist ideal für den privaten Pelletofen geeignet.

Etwas minderwertiger fällt die Klasse A2 aus, welche meistens mit einer geringeren Wärmeleistung verbunden ist. Holzpellets der Klasse B hingegen kommen für das Beheizen von Wohnräumen nicht in Frage. Sie werden vor allem im industriellen Umfeld genutzt. Bei Testverfahren zur Beurteilung der Qualität von Holzpellets wird neben dem Wassergehalt auch die Festigkeit geprüft. Außerdem wird der Grad von Verunreinigungen überprüft und die Schüttdichte ermittelt. Erhältlich sind Holzpellets beispielsweise im Baumarkt und Holzfachhandel. Sie können jedoch ebenso online bestellt und direkt nach Hause geliefert werden.

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