Samstag , 18 September 2021
Startseite / Bauen & Handwerk / Innentüren einbauen: Anleitung und Tipps
JP WALLET/shutterstock.com

Innentüren einbauen: Anleitung und Tipps

Innentüren dienen der Abtrennung von Räumen und sind ein wichtiges gestalterisches Element beim Wohnraumdesign. Wie man beim Einbau einer solchen Innentür korrekt vorgeht, das beschreibt unsere Anleitung mit praktischen Tipps.

Vor dem Einbau: Vermessen und Türauswahl

Bevor mit dem Einbau einer neuen Innentür begonnen werden kann, muss diese gekauft werden. Dazu misst man im Vorfeld die Höhe und Breite der Türöffnung und ermittelt die Tiefe der Laibung. Anhand dieser Maße lässt sich im Fachhandel schnell eine geeignete Tür für den Einbau finden. Außerdem muss festgelegt werden, ob ein Linksanschlag oder Rechtsanschlag benötigt wird und aus welchem Material die neue Innentür sein soll. Besonders häufig werden Holzmodelle als Zimmertür eingesetzt.

Einbau der Zarge

Der erste Arbeitsschritt beim Einbau einer Innentür ist das Montieren der Zarge. Hierbei sollte man unbedingt der mitgelieferten Anweisung des Produkts folgen und jeden Arbeitsschritt sauber ausführen. Die einzelnen Elemente einer Zarge werden je nach Modell und Material an den Gehrungsschnitten verschraubt, verleimt oder geklammert. Besonders häufig arbeitet man bei Innentüren mit solchen Umfassungszargen. Nach der Montage werden sie zunächst gesäubert, in die Türlaibung gestellt und anschließend sorgfältig ausgerichtet. Bei der Ausrichtung hilft eine Wasserwaage.

Je exakter dieser Arbeitsschritt durchgeführt wird, desto weniger Nacharbeit ist erforderlich. Wenn die Zarge korrekt ausgerichtet wurde, werden Spreizhölzer oder Türfutterspreizer eingesetzt. Um sicherzustellen, dass die Ausrichtung der Zarge perfekt ist, kann für einen kurzen Moment das Türblatt eingehangen und auf einen ungestörten Lauf hin überprüft werden. Für die noch erforderlichen Arbeitsschritte wird das Türblatt anschließend jedoch wieder ausgehangen.

Die Zarge ausschäumen

Im nächsten Schritt wird die Türzarge ausgeschäumt. Hierzu bedeckt man zunächst den Boden rund um die Tür mit Malervlies oder anderem Material, um diesen vor Beschädigung und Verunreinigung zu schützen. Anschließend schäumt man die Zarge mit einem speziellen Zargenschaum aus und belässt die Keile an ihrer Stelle. Jetzt muss der Zargenschaum gründlich trocknen und im Anschluss werden die Keile und Bodenplättchen entfernt. Hierbei entstehende Öffnungen füllt man mit Silikon. Außerdem muss überschüssiger, getrockneter Schaum entfernt werden. Das gelingt ganz einfach mit einem gewöhnlichen Cuttermesser.

Zierbekleidung, Türblatt und Drückergarnitur

Abschließend wird beim Einbau einer Innentür die Zierbekleidung angebracht. Auch hierbei sollte man sich an den Angaben des Herstellers orientieren und diesen schrittweise folgen. Danach kann das Türblatt eingehangen werden. Eventuell ist ein Nachjustieren des Türblattes erforderlich. Das erledigt man mit Hilfe von Imbusschlüsseln an den Bändern. Auch die Drückergarnitur muss noch am Türblatt befestigt werden. In der Regel ist hierzu eine Schablone im Lieferumfang enthalten. Nachdem diese angesetzt wurde, bohrt man die benötigten Löcher. Nachdem die Federplatten angeschraubt wurden, bringt man die Schloss- und Griffrosetten mit Griff an. Danach kann die neue Innentür gereinigt und benutzt werden.

Ebenfalls interessant

Schlauchzubehör: Darauf sollte man vor dem Kauf achten

Wer jemals etwas mit einem Schlauch zu tun hatte, der weiß: Dicht ist nicht gleich …