Sonntag , 29 März 2020
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Laminat verlegen: Darauf sollten Heimwerker unbedingt achten

Um die Menge des benötigten Materials zu ermitteln, messen Sie die Räume aus und addieren einen Zuschlag von mindestens 5 % für den Verschnitt hinzu. Für die Sockelleisten messen Sie die Länge der Wände abzüglich der Türen und addieren einen großzügigen Verschnitt hinzu. Vergewissern Sie sich, dass nach Verlegung aller Schichten noch genug Raum unter den Türen verbleibt. Andernfalls versuchen Sie, die Türen durch zusätzliche Unterlegscheiben in den Angeln höher zu legen. Reicht dies nicht aus, bleibt nur das Kürzen der Zimmertüren oder die Wahl eines anderen Bodenaufbaus.

Das Laminat muss sich vor der Verlegung erst akklimatisieren. Die Pakete sollten deshalb 48 Stunden waagerecht bei einer Raumtemperatur von etwa 20 Grad und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 % in dem zu verlegenden Raum gelagert werden. Der Boden muss trocken, sauber und plan sein. Auf unebenem Untergrund würde sich das Laminat verziehen oder an den Verbindungsstellen brechen. Unebenheiten können mit Fließspachtel ausgeglichen werden, der nach der Verarbeitung vollständig getrocknet sein muss. Alter Teppichboden ist als Untergrund nicht geeignet und muss vor der Verlegung entfernt werden.

Um festzustellen, wie breit die Lücke für die letzte Dielenreihe werden wird, messen Sie die Raumbreite. Berücksichtigen Sie eine Abstandsfuge von 1 Zentimeter vor der ersten Reihe. Verbleibt in der letzten Reihe eine Lücke von weniger als fünf Zentimetern, müssen sowohl die Bretter für die erste als auch für die letzte Reihe der Länge nach passend geschnitten werden.

Laminat verlegen: So gelingt es in Eigenregie

Auf Estrich und Beton sollte als Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit zunächst eine Dampfsperre aufgebracht werden. Die Bahnen sollten in der selben Richtung wie das Laminat verlegt werden, sich etwa 20 Zentimeter überschneiden und an den Nahtstellen mit wasserdichtem Klebeband fixiert werden. Die Folie sollte 10 Zentimeter an den Wänden überstehen. Über der Dampfsperre folgt als nächste Schicht die Trittschalldämmung, die auch zum Ausgleich kleinerer Unebenheiten dient. Sie ist im Handel als Rollenware oder in Form von Faltplatten erhältlich. Platten auf Holzbasis besitzen zusätzlich eine wärmedämmende Funktion.

Das Laminat wirkt optisch am Besten, wenn es parallel zum einfallenden Licht verlegt wird. Schmale Räume wirken wiederum durch quer verlegte Dielen breiter. Andererseits spart eine Verlegung in Längsrichtung Verschnitt ein. Hier werden Sie selbst für sich die beste Lösung finden müssen. Da sich Laminatboden bei unterschiedlichen Temperaturen und unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit ausdehnt oder zusammenzieht, erfolgt die Verlegung schwimmend. Zu jeder Wand verbleibt ein Abstand, der nicht mehr als 15 Millimeter betragen darf, damit die Lücke später durch die Sockelleiste abgedeckt wird.

Wenn Sie Laminat in aneinander grenzenden Räumen verlegen, muss beim Übergang zum nächsten Raum eine Dehnungsfuge verbleiben, ebenso innerhalb großer Räume, wenn die Dielenbreite 8 Meter und die Dielenlänge 10 Meter überschreitet. Diese Fugen kaschieren Sie später durch ein Übergangsprofil.

Darauf sollte man achten

Verlegen Sie – ausgehend von der linken Raumecke – die erste Reihe mit der beschnittenen Seite zur Wand und klicken die Bretter seitlich ineinander. Zwischen erster Reihe und Wand schaffen Sie mit Keilen einen Abstand von 10 – 15 Millimetern. Das letzte Brett in einer Reihe müssen Sie meist zuschneiden. Hierfür drehen Sie das Brett um 180 Grad und legen es unter Berücksichtigung der Abstandsfuge an die verbliebene Lücke an. Zum Schneiden eignen sich Laminatschneider, eine Tischkreissäge oder eine Stichsäge. Der verbliebene Teil des gesägten Bretts bildet ab der dritten Reihe den Anfang für die folgende Reihe, wenn er mindestens 30 Zentimeter lang ist.

Bei der Verlegung von Klick-Laminat werden die Bretter im 45-Grad-Winkel mit der Feder in die Nut der vorherigen Reihe eingeklickt und, je nach verwendetem System, anschließend mit Hammer und Schlagholz seitlich in die vorgesehene Position eingeschlagen. Die Endstücke jeder Reihe müssen Sie mit Zugeisen festziehen. Es dürfen keine noch so kleinen Fugen verbleiben. Die Bretter für die letzte Reihe müssen in der Regel längs zugeschnitten werden. Legen Sie auf die letzte Diele eine zweite auf und zeichnen Sie mit Hilfe eines angelegten dritten Brettes den Abstand zur Wand auf. Hierbei ist der Raum für die Abstandsfuge zu berücksichtigen. Benutzen Sie zum Einsetzen ein Zugeisen.

Türzargen stellen ein Problem dar, weil die Abstandsfuge an dieser Stelle nicht mit Fußleisten abgedeckt werden kann. Zargen aus Holz können mit einer geeigneten Säge gekürzt werden. Bei Stahlzargen bleibt nur das genaue Zusägen des Brettes, wobei eine Abstandsfuge verbleiben muss, die später mit Acryl geschlossen werden kann.

Fußleisten und Übergangsleisten verlegen

Im ersten Schritt kürzen Sie die überstehende Dampfsperre mit einem Cuttermesser, damit diese nicht über die Sockelleisten hinausragt. Anschließend verlegen Sie die Fußleisten. An den Ecken können Sie die Leisten mit einer Gehrungssäge winkelgenau zuschneiden oder Sie verwenden Innen- und Außenecken, die im Handel in allen Holzfarben erhältlich sind. Sie können die Leisten mit Nägeln befestigen oder stecken sie auf Halteclips, die Sie zuvor in die Wand gedübelt haben. Eine weitere Möglichkeit ist das Ankleben mit Montagekleber.

Für die Abstandsfugen an den Raumübergängen oder den Übergängen zu Teppichboden sind im Handel Übergangsprofile in den passenden Holzfarben oder aus Metall erhältlich. Diese Schienen können geschraubt, geklebt oder eingerastet werden. Ausgleichsprofile gleichen Höhenunterschiede zwischen verschiedenen Bodenbelägen aus.

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