Freitag , 21 Februar 2020
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Rasenpflege im Frühling: So beseitigt man die Spuren des Winters

Nach dem kalten Winter befindet sich der Rasen oft in einem desolaten Zustand. Die ständige Nässe und der Schnee haben den Gräsern viel Stress bereitet und Moos, Unkraut oder Verfilzungen lassen den Halmen nur wenig Luft zum Atmen. Die Nährstoffe sind zudem aufgebraucht und nun gilt es, dem Rasen wieder etwas unter die Arme zu greifen, damit er pünktlich zur Hauptsaison wieder in einem satten Grün erstrahlt. Welche Pflegemaßnahmen dazu notwendig sind, werden im folgenden kurz zusammengefasst.

Rasenpflege im Frühling: Das richtige Mähen ist essentiell

Der erste Schnitt im Frühjahr erfolgt etwa im März, April wenn der Boden trocken ist. Dazu wird der Rasen zuvor mit einer Harke von übrig gebliebenen Ästen oder Blättern befreit und dann auf eine einheitliche Länge gebracht. Der erste Rasenschnitt sollte dabei nicht zu kurz ausfallen, um den noch schwachen Gräsern nicht noch mehr Stress zu bereiten. Wird zu kurz gemäht, könnte dies unliebsame Stellen zur Folge haben und es wird empfohlen die Gräser zu Beginn nicht um mehr als die Hälfte zu kürzen. Ab dem Frühjahr werden auch regelmäßige Intervalle beim Mähen wieder wichtig, welche zu einer guten Rasenpflege grundsätzlich dazugehören.

Regelmässiges Mähen sorgt für eine bessere Verzweigung der Grashalme und damit für eine dichte Grasnarbe in der Unkräuter oder Moos keine Chance haben. Der erste Rasenschnitt im Frühjahr ist ebenfalls ein guter Zeitpunkt, um die Klingen des Rasenmähers zu überprüfen und gegebenenfalls zu schärfen oder komplett auszutauschen.

Vertikutieren nicht vergessen

Sobald der Boden trocken und der erste Schnitt erfolgt ist, kann im Frühjahr der Vertikutierer zum Einsatz kommen. Durch das Vertikutieren werden Moos und Verfilzungen entfernt und die Messer ritzen gleichzeitig die Grasnarbe um ein paar Millimeter ein, so dass die Graswurzeln wieder Luft bekommen. Verdichtete Flächen werden wieder etwas gelockert und Staunässe dadurch verhindert. Das Gerät wird dabei sowohl in Längsrichtung als auch in Querbahnen über den Rasen geführt, ähnlich wie bei einem Schachbrett. Im Anschluss wird der ganze Filz mit einer Harke gründlich entfernt. Stark verdichtete Böden können im Anschluss an das Vertikutieren auch mit Sand bestreut werden, um den Boden aufzulockern.

Richtig düngen

Über das Jahr verteilt, sollte der Rasen idealerweise 2-3 Mal gedüngt werden, wozu sich vor allem das Frühjahr und der Herbst anbieten. Um die Nährstoff Depots nach dem Winter wieder aufzufüllen und das Wachstum der Gräser zu unterstützen wird im Frühjahr also das erste Mal gedüngt. Das Düngen kann entweder schon einige Tage oder Wochen vor dem Vertikutieren erfolgen oder direkt im Anschluss an das Vertikutieren. Grundsätzlich ist auf eine gleichmäßige Ausbringung des Düngers zu achten, wofür z.b. ein Streuwagen eingesetzt werden kann.

Überdüngte Stellen können unschöne Verbrennungen verursachen oder der Rasen wächst ungleichmäßig. Bei den Düngern wird im Fachhandel prinzipiell zwischen mineralischen und organischen Düngern unterschieden. Eine Mischform sind die organisch-mineralischen Dünger. Die mineralischen wirken sehr effektiv und lassen den Rasen schnell wieder in sattem Grün erscheinen. Allerdings werden mineralische Dünger durch Regen wieder ausgewaschen und die Nitrate belasten den Boden. Umweltfreundlicher sind demgegenüber die organischen Dünger, welche aus pflanzlichen oder tierischen Inhaltsstoffen bestehen. Sie geben die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum ab und fördern gleichzeitig den Aufbau von Humus im Boden.

Das beste Wetter zum Düngen ist ein bedeckter Tag, wenn der nächste Regen vor der Tür steht. Der Dünger gelangt dann schneller an die Graswurzeln und wird vor Verwehung durch Wind geschützt.

Rasenpflege im Frühling: Nachsaat und abschließende Worte

Um die kahlen Stellen und die Spuren des Vertikutierers zu beseitigen, kann man im Frühjahr mit der Nachsaat beginnen, sobald die Temperatur konstant über 10 Grad liegt. Mit einem kleinen Grubber oder einer Harke werden die Lücken zunächst gelockert und dann mit dem Fuß geebnet. Die Rasensamen werden auf der ebenen Fläche gleichmäßig verteilt, dann angetreten und schließlich bewässert. Um die Samen vor dem Austrocknen zu schützen, kann auch ein wenig Blumenerde über die Samen gegeben werden. In den folgenden Wochen müssen die Rasensamen gleichmäßig feucht gehalten werden.

Sobald die Nachsaat eine Halmlänge von ca. 8-10 Zentimetern aufweist, kann das erste Mal gemäht werden. Je nach Bedarf bietet der Fachhandel unterschiedliche Saatmischungen an, z.b. gibt es auch für Schattenrasen eine spezielle Nachsaat. Die Auswahl ist entsprechend groß, allerdings kann man sagen, dass es sich bei der Wahl einer guten Saatmischung lohnt, auch ein paar Cent mehr zu investieren.

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