Donnerstag , 1 Dezember 2022
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CBD (Cannabidiol): Nutzen und aktuelle Gesetzgebung

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich CBD, also das aus der Hanfpflanze gewonnene Cannabidiol. Es wirkt entspannend, schmerzlindernd und krampflösend, hat aber noch zahlreiche weitere positive Eigenschaften. So ist es auch in der Hautpflege und, dank seines kräuterhaften, angenehmen Geruchs, als Räucherware sehr beliebt. Doch wie sieht es in Deutschland rechtlich aus mit der im Cannabis enthaltenen Substanz? Während weithin bekannt ist, dass THC, der Rausch auslösende Stoff im Marihuana, verboten ist, ist die Sachlage bei CBD ein wenig komplizierter.

Der Unterschied zwischen CBD und THC

THC ist hauptverantwortlich für die Rauschzustände, die beim Rauchen von Cannabis entstehen. Durch die psychoaktive Wirkung und die (leichte) Suchtgefahr zählt es zu den Drogen, womit in Deutschland sowohl der Verkauf als auch der Kauf sowie der Besitz von THC-haltigen Hangblüten verboten ist. Anders verhält es sich bei Blüten, welche einen hohen CBD-Gehalt vorweisen und deren THC-Gehalt niedriger als 0,3 Prozent ist: Diese dürfen in Deutschland unter Auflagen verkauft werden. Dazu gehört, dass der THC-Gehalt regelmäßig im Labor geprüft wird und mit einem Zertifikat bestätigt wird, dass er unter der gesetzlichen Grenze liegt. Daher darf man grundsätzlich CBD online kaufen in Deutschland.

Welche Formen von CBD sind erlaubt?

Produkte, in denen das CBD bereits verarbeitet wurde, sind grundsätzlich immer legal. Dazu zählen Hautpflegeprodukte wie Cremes, Salben und Seren, aber auch für die Einnahme produziertes CBD-Öl. Letzteres weist meist einen besonders hohen Gehalt der Substanz auf und gilt daher als besonders wirkungsvoll. Bei getrockneten CBD-Blüten sieht es ein wenig anders aus: Da sie optisch den als Droge verwendeten Hanfblüten stark ähneln und die Polizeiarbeit während Razzien stark erschweren, ist der Handel und Konsum eine Grauzone im deutschen Recht. Um den Unterschied nachzuweisen, müssen die Blüten aufwändig im Labor untersucht werden, was mit hohen Kosten verbunden ist.

Zudem wird häufig angenommen, dass es durch einen sehr intensiven Konsum dennoch irgendwann zu einem rauschartigen Zustand kommen kann. Unter bestimmten Umständen dürfen die Blüten dennoch verkauft werden. Außerdem werden CND-Blüten im deutschen Betäubungsmittelgesetz nicht extra aufgeführt, weshalb sie unter den Punkt „Cannabis (Marihuana, Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen“ gehören. Und Cannabis ist (aufgrund des THCs) ja bekanntlich aktuell noch verboten in Deutschland.

Welche Bedingungen machen den Handel mit CBD-Blüten legal?

Onlinehändler und Geschäfte, die auf Räucherwaren spezialisiert sind, dürfen CBD-Blüten dennoch verkaufen. Allerdings müssen sie Aufklärungsgespräche mit den Käufern führen bzw. Hinweise auf ihrer Website einfügen. So dürfen sie die Blüten lediglich als Lufterfrischer, zu Forschungszwecken oder als Sammlerstücke präsentieren und anpreisen. Es muss ausdrücklich erwähnt werden, dass die Blüten weder in einer Wasserpfeife noch als Joint geraucht werden sollen und dürfen. Allerdings kann das dem Endkonsumenten aufgrund des verschwindend geringen THC-Gehaltes später nicht nachgewiesen werden, da Drogentests den Konsum von CBD nicht anzeigen.

Zudem müssen die Blüten aus kontrolliertem Anbau stammen und der THC-Wert muss regelmäßig kontrolliert werden. Im Fall einer Verkehrskontrolle ist es besser, wenn die Packung das originale Siegel des Herstellers trägt: Nur mit diesem kann nachgewiesen werden, dass es sich tatsächlich um das Produkt handelt, das sich laut Aufdruck in der Verpackung befinden soll. Auch das meist mitgelieferte Zertifikat mit den Angaben zu CBD- und THC-Gehalt sollte beiliegen.

Bei strenger Auslegung darf eine Privatperson dennoch weder CBD-Blüten noch aus ihnen hergestellte Produkte kaufen und besitzen, wenn die Produkte aus lediglich zerkleinerten getrockneten Blüten bestehen. Darunter fallen auch Tees mit CBD-Blüten. Der Grund: Ein missbräuchliches Verwenden der Blüten kann hier nicht ausgeschlossen werden, der Kunde könnte sie ja dennoch zum Rauchen verwenden. Entdeckt die Polizei also CBD-Blüten im Auto oder am Körper einer Privatperson, kann es zu Ärger kommen. Ob das tatsächlich passiert, hängt wohl stets davon ab, wie sehr der jeweilige Staatsdiener auf eine strenge Auslegung des Betäubungsmittelgesetzes achtet.

Cannabis als Medizin

Für medizinisch genutztes Cannabois gelten ebenfalls Ausnahmeregelungen. Wer an einer Erkrankung leidet, deren Symptome sich nachweislich durch den Konsum von Hanfblüten reduzieren lassen, benötigt also lediglich ein Rezept vom Arzt. Mit diesem und einer Bescheinigung über die Erlaubnis darf er Cannabis sowohl in einer begrenzten Menge besitzen als auch konsumieren.

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