Samstag , 25 Mai 2024
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Lass deine Wand in neuem Glanz erstrahlen: Tapeten sind 2023 wieder im Trend

Lange Zeit war es die traditionelle Raufaser, die fast jede Wand schmückte. Heute aber sind Mustertapeten und sogar Fototapeten wieder voll im Trend. Damit gelingt dir im Handumdrehen eine vollständige Verwandlung deines Zuhauses. Du wirst es kaum glauben, aber allein eine neu tapezierte Wand verändert deinen Raum um 180 Grad. Du hast noch nie und würdest gerne mal? Wir verraten dir, wie du selbst zum Handwerker wirst und die Tapeten sicher an die Wand bringst.

Die Vorbereitung – bevor es losgeht braucht es die passende Ausrüstung

An die Rollen, fertig, los? Tapete ist natürlich die wichtigste Zutat für den neuen Look deines Raumes. Du brauchst aber noch ein bisschen mehr Ausrüstung, bevor du wirklich loslegen kannst. Vergiss nicht, ohne einen hochwertigen Tapetenkleister, nutzt dir auch die beste Tapete nichts! Hier eine Liste aller benötigten Utensilien, mit denen du deine Räumlichkeiten im Handumdrehen selbst tapeziert:

  • Eventuell Tapetenlöser, wenn die vorherige Schicht runter muss
  • Tapeten und Tapetenkleister (lieber eine Rolle mehr als eine zu wenig)
  • Ein leerer Eimer mit einem Holzstiel, um den Kleister anzurühren
  • Tapetenwischer, um die Tapete an der Wand anzudrücken
  • Cuttermesser oder Tapetenschere, für saubere Schnitte
  • Nahtroller, um gerade Nähte zu generieren
  • Abdeckfolie, denn der Boden braucht keinen Kleister
  • Tapeziertisch, für optimale Arbeitsbedingungen
  • Wasserwaage oder Senklot, für gerade Bahnen an der Wand

Tipp: Wie schon angedeutet ist es ratsam, lieber eine Rolle Tapete zu viel zu kaufen. Stell dir vor du kaufst eine zu wenig und musst dann wegen 20 cm noch einmal in den Baumarkt fahren. Hinzu kommt, dass du gerade bei einer Mustertapete sehr viel mehr Verschnitt hast, weil du die Muster nahtlos ineinander übergehen lassen möchtest.

Raumvorbereitungen – so wird dein Zimmer bereit für die große Renovierung

Leichte Renovierungsarbeiten gehören für 35,01 % der Deutschen in der Freizeit ab und zu dazu. Wenn du es erst einmal gemacht hast, wird Tapezieren für dich auch zu den einfachen Tätigkeiten zählen. Bevor es losgehst, musst du natürlich die Wand vorbereiten. Vermeide es, über die alte Tapete zu tapezieren, das geht meist nach hinten los. Besser ist es, die vorherige Tapete mit einem Tapetenlöser zu entfernen, bis du eine saubere Wandfläche hast.

Tipp: Du kannst die Haftung der Tapeten an der vorbereiteten Wand erhöhen, indem du sie vorkleisterst. Hierfür rührst du deinen Tapetenkleister sehr dünn an und gibst ihn gestrichen auf die Wand. Vor allem bei Beton- und Gipswänden ist die Methode wunderbar geeignet. Tapezierst du Gipskarton, nutze unbedingt einen Wechselgrund. Ansonsten besteht die Gefahr, dass du die Tapete nie wieder vom Gips lösen kannst. Und wer weiß, wenn du erst einmal Spaß daran gefunden hast, möchtest du vielleicht öfter einen Tapetenwechsel. Jetzt musst du nur noch die Abdeckungen deiner Lichtschalter und Steckdosen abschrauben, Unebenheiten, Risse und Löcher in der Wand glätten und dann kann es auch schon losgehen!

Zuschneiden, einkleistern und loslegen – so einfach geht es

Zu einer stilbewussten Einrichtung gehört definitiv eine ästhetische Wand. Erst einmal misst du die benötigte Länge der Bahnen aus. Nutze einen Zollstock und muss von der Decke bis runter zu deiner Fußleiste. Rechne nun 15 cm Verschnitt dazu, vor allem wenn du es noch nie gemacht hast. Hinterher hast du mit dem Cutter immer noch die Möglichkeit, Überlängen ganz einfach abzuschneiden.

Nutzt du eine Mustertapete, ist ein fortlaufender Abschnitt nicht möglich. Du musst die Bahnen so sortieren, dass du die Muster bündig anlegen kannst. Auf der Verpackung deiner Tapete ist der Rapport angegeben. Das bedeutet „Versatzlänge“ und zeigt dir an, wie groß die Längenunterschiede deiner Bahnen sind. Und jetzt darfst du endlich kleistern. Schnapp dir den Eimer, mische den Kleister an und dann tauche den Pinsel ein. Tapezierst du mit Vliestapeten, wird der Kleister auf die Wand gestrichen. Alle anderen Tapeten werden direkt mit Pinsel und guter Laune eingestrichen.

Verteile den Kleister gleichmäßig und falte die Tapete dann zu einem kleinen Päckchen zusammen. Jetzt heißt es eine Viertelstunde warten und dann kannst du die erste Bahn auch schon anbringen. Du beginnst am hellsten Fleck deines Raumes, also dort, wo die Fenster sind. Mal dir ruhig mit Bleistift eine Orientierungslinie an die Wand und dann setzt du die erste Bahn oben an. Mit dem Senklot überprüfst du anschließend, ob alles gerade ist. Geschafft? Dann geht es jetzt Bahn für Bahn zum Ziel!

Fazit und ein paar schnelle Tipps zum Mitnehmen

Tapezieren ist kein Hexenwerk und wenn du es erstmal kannst, wirst du sogar Spaß daran haben. Ein kleiner Trick: Rund um Steckdosen und Co. wird es manchmal etwas schwierig. Deswegen mühst du dich gar nicht erst ab, sondern versteckst den Lichtschalter und andere Kleinigkeiten einfach komplett unter der Tapete. Keine Sorge, dort bleibt er natürlich nicht. Sobald die Tapete getrocknet ist, kannst du mit dem Cutter die Stelle wieder freischneiden. Du erinnerst dich? Am Anfang hast du die Abdeckung abgeschraubt. Setzt du sie jetzt wieder auf, hast du ein nahtloses Ergebnis!

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