Donnerstag , 21 Oktober 2021
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Haus- und Garten-Automatisierung im Alter

Haus und Garten sind für viele Deutsche auch heute noch die Idealvorstellung vom zufriedenen und glücklichen Wohnen. Dabei bringt sowohl der eigene Garten als auch das eine Haus eine Menge Arbeit mit. Was in jungen Jahren kein Problem darstellt und für viele Menschen auch mehr Hobby als echte anstrengende Arbeit ist, kann im Alter durchaus zu Schwierigkeiten führen. Dabei ist gerade die Gartenarbeit oftmals noch förderlich für die Gesundheit – die klassische Hausarbeit hingegen raubt oftmals einfach nur Kraft.

Da trifft es sich gut, dass das Thema Automatisierung auch in Deutschland immer mehr im Kommen ist. Von Automatisierung spricht man im weitesten Sinne, wenn Aufgaben, die normalerweise von einem Menschen mit Maschinenunterstützung oder komplett eigenständig erledigt werden müssten, automatisch von einer Maschine übernommen werden können. Gerade ab einem gewissen Alter, wenn sich die ersten Gebrechen und Beschwerden einstellen, kann die Automatisierung verschiedener Aufgaben zu einer erheblichen Erleichterung führen. Wenn schmerzfreie Gartenarbeit eher zur Seltenheit wird, sollten Sie auf jeden Fall darüber nachdenken, eine der folgenden Maßnahmen im Garten oder Haushalt zu verwirklichen.

Automatisierungen für den Garten – die kleinen Helfer für die Gartenarbeit

Die Gärten in Deutschland sind in den letzten Jahrzehnten immer kleiner geworden. Rund 200 – 250 Quadratmeter haben die meisten Gärten am Haus heute noch zu bieten. Das ist zwar deutlich weniger als noch vor zwanzig Jahren. Es kann bei Beschwerden im Alter trotzdem schwierig werden, hier eine Rasenfläche entsprechend zu bewirtschaften. Eine hervorragende Hilfe kann dabei ein automatisierter Roboter sein, der sich dem Mähen annimmt. Die Geräte haben eine Station, von der aus sie automatisch starten und einen vorher in einer bestimmten Software festgelegten Bereich mähen. Alternativ kann man den Bereich, den der Roboter abdecken soll, auch mit passenden Schnüren eingrenzen.

In den meisten Fällen muss der Roboter nicht eingeschaltet oder auf den Weg geschickt werden. Nach einmaliger Einstellung der Uhrzeit, zu welcher das Gerät starten soll, macht sich der Roboter eigenständig auf den Weg aus der Station und mäht den Rasen ab. Danach rollt der Roboter wieder in seine Station und verbleibt dort bis zum nächsten Einsatz. Eine andere Möglichkeit für eine Automatisierung im Garten ist die Bewässerung.

Mit einer Zeitschaltuhr kann die Gartenpumpe entsprechend so programmiert werden, dass sie zu einem gewissen Zeitpunkt am Tag anspringt. An die Pumpe lassen sich Rohrleitungen oder Schläuche anschließen, die mit Hilfe kleiner Löcher eine Versorgung ganzer Beete mit Wasser sicherstellen können. Auch eine Rasenbewässerungsanlage – auf Wunsch sogar mit im Boden versenkbaren Rasensprengern – kann auf diese Art ohne täglichen Aufwand betrieben werden.

Automatisierungen im Haus – so wird der Alltag mit der Hausarbeit einfacher

Wenn man sich die Eigentumsquoten in Deutschland im Bereich der Immobilien ansieht, stellt schnell fest, dass gerade im Alter ab 50 Jahren die Eigentumsquote bei mehr als 50 Prozent liegt. Anders als in vielen Mietwohnungen sind Eigentumshäuser oder auch -wohnungen dabei oftmals etwas größer und aufgrund ihrer Einrichtung und Gestaltung mit mehr Arbeit in der täglichen Hausarbeit verbunden. Wer nicht grade minimalistisch aufgestellt ist, muss sich daher überlegen, welche Tätigkeiten er sich im Alter am besten abnehmen lassen kann – im Idealfall durch eine Automatisierung.

Perfekt geeignet für eine solche Automatisierung ist die Reinigung der Böden. Ähnlich wie im Gartenbereich mit den Mährobotern gibt es für den Innenbereich Staubsaugerroboter, die die Arbeit mit dem Saugen für Sie erledigen. Auch diese gibt es in der Konstellation, dass sie auf einer Station stehen und zu einer bestimmten Zeit eigenständig den Dienst aufnehmen. Andere Saugroboter müssen im Raum platziert und eingeschaltet werden. Aber selbst das ist von der Anstrengung her nicht damit zu vergleichen, den ganzen Raum selbst reinigen zu müssen.

Eine andere schöne Art der Automatisierung sind sich selbst reinigende Toilettensitze. Hier wird eine Toilettenbrille installiert, die nach jeder Nutzung einmal im Kreis herum durch eine Reinigungs- und Desinfektionsstation fährt und anschließend wieder gereinigt zum Stehen kommt. Zum ersten Mal kamen solche Toiletten auf Autobahnrastplätzen zum Einsatz, um Kosten für Reinigungspersonal zu sparen. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der automatischen Reinigung kann man diese Sitze allerdings auch bestens für den privaten Gebrauch verwenden.

Eine weitere, durchaus anstrengende Arbeit ist das Hochziehen und Herunterlassen von Außenrollläden. Auch geht heute deutlich einfacher. Elektrische Rollläden können entweder direkt durch Knopfdruck an einer Apparatur herunter- oder hochgefahren werden. Je nach verwendeter Technik haben Sie aber auch die Möglichkeit, eine feste Uhrzeit einzustellen, zu der die Rollläden täglich hoch und am Abend wieder herunterfahren.

Besonders hochwertige Geräte sind sogar mit einem Sensor ausgestattet, der auf einen vorher eingestellten Helligkeitsgrad im Außenbereich reagiert und je nach Helligkeit die Rollos hochfährt oder eben schließt. Einziges Manko: Bei einem schweren Unwetter kann es so dunkel werden, dass die Technik meint, sie müsste die Rollläden schließen.

Es gibt viele Möglichkeiten der Automatisierung im Alter

Neben klassischer Barrierefreiheit beim Wohnen ist Automatisierung des Wohnraums und des Außenbereichs im Alter heute ein wichtiges Thema. Vor allem wer jetzt ein Haus baut oder saniert, sollte sich frühzeitig überlegen, in welchen Bereichen vielleicht schon heute eine Automatisierung Sinn machen würde, um dann im Alter nicht unbedingt erst nachrüsten zu müssen. Zur Anschaffung eines Mäh- oder Saugroboters ist es allerdings mit Sicherheit niemals zu spät.

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